Wappen Donau-Ries Schloss Oettingen

 

 

Wappen Donau-Ries Schloss Oettingen

 

Infos

 

 Schloss Oettingen  Schloss Oettingen

 

 

 POI-Art: Sehenswürdigkeit, Schloss
 Besonderheit: Residenzschloss der Fürsten von Oettingen-Spielberg
 Baustil: Barock
 Baujahr: 1687
 Adresse: 86732 Oettingen, Schlossstr. 1
 Geo: 48.954647, 10.604561
 Lage:

Karte

 Parken: P Saumarkt
 Bewertung: 2**  (von 5*)
 Links:

www.oettingen.de/Residenzschloss.n115.html

de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Oettingen

Geschichte

 

Oettingen war seit der ersten urkundlichen Erwähnung des Oettingischen Adelsgeschlechtes 1141 stets Regierungssitz der Grafen und Fürsten.
Das Schloss steht heute an der Stelle, an der sich im 14. Jh die sogenannte „Münz“ befand.
Im Jahr 1393 hatte König Wenzel an die Grafen Ludwig XI. und Friedrich III. das Münzrecht verliehen.
Der Bau der Münzstätte im Schutz des Oberen Tores und der Stadtmauer dürfte bald nach der Verleihung des Münzrechtes erfolgt sein. Teile der Grundmauern davon finden sich noch im heutigen Schloss.

Das Fürstliche Residenzschloss in Oettingen wurde im Auftrag der Gräfin Ludowika Rosalie von Oettingen-Spielberg zwischen den Jahren 1679 bis 1687 erbaut. Für den Bau des Schosses wurde der Baumeister Mathias Weiß aus Kassel berufen, der bei der Grundrissgestaltung freie Hand hatte, lediglich der Torbau musste mit integriert werden.
Die Bauleitung hatte Karl Engel, der Bruder des eichstättischen fürstbischöflichen Baumeisters Jakob Engel.
Das Schloss war Regierungssitz der Grafen und Fürsten von Oettingen-Spielberg und ist bis jetzt im Privatbesitz der fürstlichen Familie.
Renovierungen der Innenräume begannen 1975 und dauerten bis 2018 an, Ziel war es, den ursprünglichen Zustand aus der Erbauungszeit wiederherzustellen.
Anfang der 2000er Jahre wurden bereits der Prinzessinnenbau mit dem Marstall, der Fremdenbau, die Remisen und der Schlosshof mit dem Marienbrunnen saniert.

Über 30 Jahre lang war das Residenzschloss eine Zweigstelle des Münchner Volkskundemuseums „Fünf Kontinente“, mit Austellungen zu den Themen: „Diplomaten und Wesire“ (erste Ausstellung von 1988 bis 90); „Faszination Tibet“ (erfolgreichste
Ausstellung von 1998 bis 2000; „Graue Riesen – wie der Elefant den Menschen prägte“ (letzte Ausstellung 2014–17).
Ende des Jahres 2017 schloss das Völkerkundemuseum Oettingen.

 

Architektur

 

Das Fürstliche Schloß ist ein Komplex bestehend aus dem dreistöckigem Schlossgebäude, durch dessen Ostseite die Schlossstraße hindurchführt, sowie den Gebäuden die den Schloßhof umgeben: im Süden der sog. Fremdenbau, heute Sitz der fürstlichen Verwaltung, im Norden die ehemaligen Wirtschaftsräume, der Marstall und die Remisen, sowie dem sog. Prinzessinnenbau, der den Hof im Osten begrenzt.
Im Zentrum des Schlosshofes befindet sich der prächtige barocke Marienbrunnen, der auf seiner Säule Motive aus der Offenbarung aufgreift. Er wurde 1720 im Auftrag von Fürst Franz Albrecht I. und seine Gemahlin Fürstin Johanna, von dem Tiroler Künstler Johann Meyer geschaffen.
Westlich an das Schloss grenzt der fürstliche Horgarten mit der Orangerie und den privaten Wohnräumen der Fürstenfamilie.

 

Inneres

 

Im Innern des Schlossgebäudes befinden sich im Erdgeschoss die ehemaligen Regierungsräume, im I. Stock die Wohnräume der fürstlichen Familie und im II. Stock die Repräsentationsräume mit dem Festsaal, erkennbar an den größeren Fenstern.
Der Festsaal ist mit prächtigem Rokokostuck des Wessobrunner Stuckateurmeisters Matthias Schmuzer reich ausgestattet.
Das Residenzschloss ist im Rahmen von verschiedenen Führungen und Konzerten öffentlich zugänglich.
Die Schlossführungen zeigen die ehemaligen Wohnräume der fürstlichen Familie sowie die Representationsräume mit dem prunkvollem Festsaal und den reich ornamentierten Kabinetten.