Wappen Unterallgäu St. Stephan Unterostendorf

 

 

 DEBYUAL3900  St. Stephan Unterostendorf

 

 POI-Art: Sehenswürdigkeit, Kirche
 Besonderheit:  
 Baustil: Rokoko
 Baujahr: 1752/53
 Adresse: 87656 Untergermaringen, Georgenberg
 Geo: 47.952000, 10.730993
 Lage:

Karte

 Parken: Dorfstr.
 Bewertung: 1*  (von 5*****)
 Links: de.wikipedia.org/wiki/St._Stephan_(Unterostendorf)

 

Die Kirche St. Stephan in Unterostendorf ist im Kern spätgotisch.
In den Jahren 1752/53 wurde ein Umbau durch den Baumeister Franz Kleinhans vorgenommen: dabei wurde das Langhaus erhöht, der Chor umgestaltet und die Turmobergeschosse erneuert.
Umfangreiche Renovierungsarbeiten erfolgten in den Jahren von 1978 bis 1990, dabei ist 1978 der Hochaltar restauriert worden, der Chorbogen und der Turm statisch verstärkt (1980/81), die Kuppel erneuert und außen renoviert (1983), die Orgel eingebaut und renoviert (1985) sowie die Seitenaltäre (1988) und Kreuzwegstationen (1990) restauriert.

 

 

St. Stephan ist ein eleganter, ländlicher Rokokobau.
Das einschiffige Langhaus zu drei Achsen hat eine doppelte, geschweifte Westempore und eine gedrückte Stichkappentonne; die Wandgliederung erfolgt durch Doppelpilster.
Der eingezogene Chor mit Pedentifkuppel hat einen dreiseitigen, tonnengewölbten Abschluss; in der südlichen Seitenwand befindet sich ein dreiteiliges Gruppenfenster, darüber ein geschwungener Okulus. An der Chorstirnwand außen eine Kreuzigung.
An der Nordseite steht der Turm mit einem hohen, quadratischen Unterbau sowie einem sehr schlanker Aufsatz mit abgeschrägten Kanten und Zwiebelhaube.

 

 

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Der Hochaltar stammt von Joseph Fischee aus dem Jahr 1753; das Altargemälde zeigt die Glorie des hl. Stephanus, von Franz Joseph Degle; seitlich stehen Figuren der hll. Franz Xaver und Johann Nepomuk, auf Volutenvorlagen hl. Magnus und hl. Antonius von Padua.
Die Seitenaltäre wurden 1770 von Johann Kaspar Gardeth errichtet und zeigen die ebenfalls von Gardeth gemalten Gemälde mit der Verlobung Marias links und den vierzehn Nothelfern rechts.
Grabdenkmälder im Chor: links Sandsteinepitaph für Peter von Gaisberg (+1571) und seine Frau; rechts Hans von Gaisberg (+1606) und seine beiden Ehefrauen als Relief aus Stuck und Terracotta.
Die bemerkenswerte Kanzel stammt um 1753: statt des Schalldeckels ein frei vorschwingendes Gesims mit Putten und Taube des Hl. Geistes, darüber auszugartige Rücklage, seitlich Voluten mit Vasenaufsätzen.
Gemälde: Trinität mit Maria, den Apostelfürsten und den 14 Nothelfern, von Ende des 17. Jh.
Kreuzweg von 1750, in Schnitzrahmen von Gardeth; dazugehörig originelle Holztafeln mit den Schrittzahlen des Kreuzwegs.

Die reiche Stukkaturen stammen von Joseph Fischer 1753; über dem Chorbogen das Wappen des Augsburger Fürstbischofs Joseph, Landgraf von Hessen-Darmstadt.
Das Deckenfresko malte 1753 der Augsburger Franz Joseph Degle: im Chor: "hl. Stephanus vor dem Hohen Rat", in den Zwickeln Salvator Mundi, Maria und Apostel, an der Nordwand ein illusionistisches Oratorium mit betenden Bauern;
im Langhaus: "Martyrium des hl. Stephan", in Kartuschen Apostel;
an der unteren Emporenbrüstung: göttliche Tugenden.