Mariä Himmelfahrt Mattsies
Mariä Himmelfahrt Mattsies
| POI-Art: | Sehenswürdigkeit, Kirche |
| Besonderheit: | |
| Baustil: | Barock |
| Baujahr: | um 1730 |
| Adresse: | 86874 Mattsies, Von-Freyberg-Platz 4 |
| Geo: | 48.087522, 10.547953 |
| Lage: | |
| Parken: | Von-Freyberg-Platz |
| Bewertung: | 1* (von 5*****) |
| Links: | de.wikipedia.org/wiki/Mariä_Himmelfahrt_(Mattsies) |
Der älteste Teil der Kirche Mariä Himmelfahrt in Mattsies ist der quadratische Turmunterbau wohl aus dem 12. Jh.
Ende des 15. oder zu Anfang des 16. Jh. ist der Turm um ein Geschoss erhöht worden, gleichzeitig wurde das Langhaus und der Chor neu erbaut.
Um 1730 erfolgte ein Umgestaltung des Innenraumes.
Mariä Himmelfahrt ist ein flachgedeckter Saalbau mit einer Doppelempore und Flachdecke. Der Chor ist eingezogen und dreiseitig geschlossen unter einer Stichkappentonne.
Außen unter der Traufe ist ein Rundbogenfries angebracht; südlich ein Sternrippengewölbe und das spätgotische Vorzeichen.
Der Turm ist freistehend, mit der Nordseite des Chors durch einen schmalen, tonnengewälbten Bau verbunden; an den Ecken befinden sich große, schräge Stützpfeiler; im Erdgeschoß ein hoher Raum mit hängekuppelartigem Tuffsteingewölbe, urspr. vll. Chor der romanischen Vorgängerkirche; über dem oktogonalen Aufsatz von etwa 1600 eine geschweifte Haube.

Die Innenausstattung stammt von Mitte des 18. Jh.
Altäre, Kanzel und Beichtstühle sind wohl in der Türkheimer Bergmüller-Werkstatt, vll. von Dominikus Bergmüller gefertigt.
Der schwungvolle, viersäulige Hochaltar hat als Gemälde die Himmelfahrt Mariä, eine Kopie des mittleren 19. Jh. nach Guido Reni; darüber eine Wappenkartusche des Altarstifters, Johann Anton II. von Freyberg, Fürstbischof von Eichstätt (1736-1747).
In dem tabernakelartigen Gehäusen der Seitenaltäre befinden sich Figuren: links Maria mit ihrer Mutter, aus der Mitte des 18. Jh.; rechts Pieta um 1490/1500; die Altargemälde malte 1865 Joseph Kober: links Mariä Heimsuchung, rechts Verkündigung; Seitenfiguren: links hl. Joseph und Johannes d.T., rechts hl. Joachim und hl. Anna; über den Auszugbildern: links hl. Sebastian, rechts hl. Wendelin.
Die Gemälde der Emporen sind aus der Mitte des 17. Jh.: an den Brüstungen zwischen den Hermenpilastern oben Erzengel sowie hll. Joseph und Johannes d.T., unten Passion Christi; kassertierte Unterseiten mit Blumenmalerei und Vermählung Mariä (unten).
Die Figur des hl. Leonhard mit einem kleinen knieenden Gefangenen stammt um 1500; das mächtige Kruzifix aus der zweiten Hälfte des 16. Jh.
Stukkaturen in dünnem Bandelwerk, um 1730; an der Südseite des Chors eine Kartuschen mit (unbekannten) Allianzwappen.
Die Deckenfresken des letzten Abendmahls und dem Tempelgang Mariens sind modern: im Chor um 1900, im Langhaus 1947.