Oberes Tor Mindelheim
Oberes Tor Mindelheim
| POI-Art: | Sehenswürdigkeit, Stadttor |
| Besonderheit: | |
| Baustil: | Spätgotik |
| Baujahr: | um 1500 |
| Adresse: | 88719 Mindelheim, Maximilianstr. 1 |
| Geo: | 48.046864, 10.490546 |
| Lage: | |
| Parken: | P Theaterplatz |
| Bewertung: | 1* (von 5*****) |
| Links: |
Das Obere Tor in Mindelheim wurde 1337 zum ersten Mal erwähnt.
Noch bis in das 16. Jh. hinein wurde es auch Häbern- oder Haberntor genannt (möglicherweise vom sog. Habernfeld).
Der heute bestehende Torturm wurde in der Zeit um 1500 errichtet.
Der Vorbau an der Außenseite wurde 1873 abgebrochen; in ihm befand sich die Wohnung des Torwächters.
1963 fand eine Renovierung statt; an der Ostseite wurde eine Bemalung der Kreuzigung Christi nach Befund von Ernst Göhlert wieder angebracht.

Das Obere Tor ist ein 27 Meter hoher, fünfgeschossiger quadratischer Turm mit einer tonnengewölbter Durchfahrt und gezahnten Quaderungen an den Ecken.
Auf der Feldseite sind schmale, längliche Öffnungen eingelassen, über der Durchfahrt eine Spitzbogenblende mit einer gemalten Kreuzigungsgruppe, oben das Stadtwappen Mindelheims mit der Jahreszahl 1337.
Die Stadtseite hat längsrechteckige Fenster, darunter gemalte Wappen (Herren von Teck, Frundsberg und Wittelsbacher).
Gedeckt ist das Tor mit einem Zeltdach und oktogonalen Erkertürmchen; in dem stadtseitigem Zwerchgiebel ist die Stadtglocke untergebracht, darunter die Turmuhr.
Südlich am Tor befindet sich ein Teil der ehemaligen Stadtmauer.
Seit 1910 wird jährlich zu Beginn der Faschingszeit der "Durahansl" auf der Westseite des Turms aufgezogen.