Wappen Unterallgäu St. Antonius von Padua Schnerzhofen

 

 

 DEBYUAL3900  St. Antonius von Padua Schnerzhofen

 

 POI-Art: Sehenswürdigkeit, Kapelle
 Besonderheit:  
 Baustil: Barock
 Baujahr: 1706-1708
 Adresse: 86865 Schnerzhofen, Karwendelstr.
 Geo: 48.132223, 10.610636
 Lage:

Karte

 Parken: Karwendelstr.
 Bewertung: 1*  (von 5*****)
 Links: de.wikipedia.org/wiki/St._Antonius_von_Padua_(Schnerzhofen)

 

Bereits 1669 wurde mit Planungen zum Bau einer Kapelle in Schnerzhofen begonnen, der Neubau konnte aber erst 1681 ausgeführt werden.
Seit 1686 ließ sich ein Eremit hier nieder und betreute die Wallfahrt.
In den Jahren 1706-1708 erfolgte eine Erweiterung der Kapelle durch den Ettringer Baumeister Matthias Stiller.
Renovierungen wurden in den Jahren 1903, 1905–1906 (Altar), 1947 (Dach), 1950, 1972, sowie 1987 durchgeführt.

 

 

Die Wallfahrtskapelle St. Antonius von Padua ist ein orignineller Bau mit kreuzförmigem Grundriss, ausladenden rechteckigen Querarmen und einer zentralisierenden Rotunde. Der zweijöchige Chor unter einer Stichkappentonne ist dreiseitig geschlossen, an dessen Schrägachsen befinden sich oben Oratorien; links und rechts vom Hochaltar führen Türen zur dahinterliegenden Sakristei, die von außen nicht erkennbar in den Bau integriert ist.
Die Außengliederung erfolgt durch Pilaster und Blendarkaden.
Über der Rotunde befindet sich ein kegelartiges, von leicht konkaver Spitze bekröntes Kegeldach, auf den Firstenden der Längsarme jeweils Dachreiter mit Oktogon und Zwiebelhaube.
Im Erdgeschoss des westlichen Anbaus ist die ehemalige Eremitenklause und der Aufgang zur dreiseitig vorkragenden Orgelempore untergebracht.

 

 

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Der marmorierte Hochaltar mit gestaffeltem Aufbau stammt aus der Mitte des 18. Jh.; auf dem Tabernakel befindet sich eine knieende Holzfigur des Kirchenpatrons St. Antonius vor dem Jesuskind, im geschwungenem, von Putten flankiertem Auszug die Figur einer sitzenden Muttergottes vor einem Strahlenkranz.
Beiderseits im Chor hängen Wandbilder von Friedrich Jacob (1903, Öl auf Blech, nach alten Vorlagen): links "hl. Antonius predigt den Fischen", rechts "der Heilige vor der Kapelle von Schnerzhofen".
Die beiden schlichten Seitenaltäre aus der Mitte des 19. Jh. haben gemauerte Stipes und schlichte marmorierte Holzsockel.
Auf dem linken Seitenaltar stehen drei gefasste Holzfiguren der hl. Anna (in der Mitte), sowie der hl. Elisabeth (links) und hl. Barbara (rechts).
Der rechte Seitenaltar birgt am Fuß des Kreuzes in einem Schrein ein Prager Jesukind.

Der Stuck um 1708 stammt vermutlich vom Baumeister Matthias Stiller.
Die Fresken malte 1758 Franz Joseph Wiedemann: im Chor: "der hl. Antonius von Padua als Patron der Gefangenen", seitlich Embleme;
in der Rotunde: "das Jesuskind erscheint dem hl. Antonius"; über den Arkaden, in den Diagonalen und an der Emporenbrüstung "Taten und Wunder des hl Antonius".
Im südlichen Querarm hängt ein Gemälde mit der Darstellung des Eselswunders des hl. Antonius, um 1720/30.
Die 14 Kreuzwegstationen in kartuschenförmigen, bemalten Rahmen stammen aus der Zeit um 1755/60.
An der südwestlichen Diagonale hängen sieben Votivbilder aus dem 19. Jh.