St. Gordian und Epimachus Frechenrieden
St. Gordian und Epimachus Frechenrieden
| POI-Art: | Sehenswürdigkeit, Kirche |
| Besonderheit: |
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| Baustil: | Barock/Neubarock |
| Baujahr: | 1735/40 |
| Adresse: | 87733 Frechenrieden, Pfarrer-Burger-Weg 6 |
| Geo: | 47.975814, 10.358922 |
| Lage: | |
| Parken: | P Pfarrer-Burger-Weg 6 |
| Bewertung: | 1* (von 5*****) |
| Links: |
de.wikipedia.org/wiki/St._Gordian_und_Epimachus_(Frechenrieden) |
Eine erste Kirche in Frechenrieden wurde bereits vor dem Jahr 912 gegründet. Die heutige Kirche St. Gordian und Epimachus ist wohl in der zweiten Hälfte des 15. Jh. errichtet worden, der Turm stammt aus dem Jahr 1558.
Um 1735/40 erfolgte eine Barockisierung des Innenraumes; 1920 ist das Langhaus um zwei Joche nach Westen verlängert worden.
In den Jahren zwischen 1987 bis 1997 sind mehrere Sanierungen durchgeführt worden.
Die Kirche in Frechenrieden ist ein flachgedeckter Saalbau mit sechs Fensterachsen sowie einem eingezogenen, dreiseitig geschlossenen zweiachsigen Chor unter einer niedrigen Stichkappentonne.
An der Choraußenseite sind schlichte Strebepfeiler mit einem Wasserschlag angebracht.
Unter der Traufe befindet sich ein Kleeblattbogenfries, ebenso am leicht nach Süden geneigtem Turm südöstlich des Langhauses.
Der Turm ist ebenso mit einem Kleeblattbogenfries gegliedert, im Untergeschoss ist die Sakristei untergebracht, im Obergeschoss sind dreiteilige Klangarkaden, darüber ein Satteldach.

Der Hochaltar ist neubarock aus dem Jahr 1920; das Hochaltargemälde "Muttergottes mit dem hl. Dominikus" stammt vielleicht von Johann Kaspar, Mitte des 19. Jh.; auf den Seitentafeln der hl. Gordian und der hl. Epimachus.
Die Seitenaltäre aus marmoriertem Holz, um 1680, haben moderne Gemälde: links "Kreuzauffindung durch die hl. Helena", rechts "hl. Sebastian".
Die Kanzel ist neuromanisch, aus der zweiten Hälfte des 19. Jh.
Die zum Teil farbig gefassten Bandel- und Blattwerkstukkaturen stammen um 1740; über dem Chorbogen befindet sich eine Kartusche mit dem Wappen des Ottobeurer Abts Rupert Neß (Frechenrieden gehörte von 1167 bis zur Säkularisation 1803 dem Kloster Ottobeuren).
Die Deckenfresken sind etwa gleichzeitig entstanden: im Chor: "Allegorie der Kirche mit den vier Erdteilen", in den kleinen Feldern "Putten als allegorische Figuren";
im Langhaus: "Rosenkranzspende an die hll. Dominikus und Katharina von Siena", "Verehrung des Kreuzes durch Kaiser Heraklius" und die hl. Helena, "Maria als Fürbitterin der Hilfesuchenden", in den seitlichen Nebenbildern die hll. Theodor und Alexander, die Kirchenpatrone hll. Gordian und Epimachus sowie die hll. Benedikt und Scholastika.
An der Emporenbrüstung wurden bei der Renovierung im Jahr 1951 Gemälde der Evangelisten Matthäus und Johannes wieder freigelegt, dazwischen "Anbetung der Hirten" und "Pfingsfest", alle von Anfang des 18. Jh.
Der Kreuzweg mit vierzehn Stationen, mit vergoldeten, geschwungenen Holzrahmen, stammt von einem Ottobeurer Meister aus Mitte des 18. Jh.