St. Jakobus Markt Rettenbach
St. Jakobus Markt Rettenbach
| POI-Art: | Sehenswürdigkeit, Kirche |
| Besonderheit: | |
| Baustil: | Spätbarock/Neugotik |
| Baujahr: | 1784/1880-83 |
| Adresse: | 87733 Markt Rettenbach, Marktplatz |
| Geo: | 47.948249, 10.396517 |
| Lage: | |
| Parken: | P Marktplatz |
| Bewertung: | 1* (von 5*****) |
| Links: |
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Die Kirche St. Jakobus in Markt Rettenbach ist im Kern ein spätgotischer Bau aus der zweiten Hälfte des 15. Jh.
Im Jahr 1549 wurde sie nach einem Umbau neu geweiht.
1880-83 fand eine Umgestaltung in neugotischen Formen statt, als u.a. das gotische Netzgewölbe im Chor eingezogen wurde.
Das Langhaus wurde in den Jahren 1952/53 um zwei Achsen nach Westen verlängert.
Bei der letzten Restaurierung von 2010-13 wurde ein neuer Volksaltar und ein neuer Ambo aus Stein eingefügt.
St. Jakobus ist ein flachgedeckter sechsachsiger Saalbau mit einem eingezogenen, dreiseitig geschlossenen Chor unter einem neugotischen Netzrippengewölbe.
Außen am Chor sind Strebepfeiler mit Wasserschlag angebracht.
Im nördlichen Chorwinkel steht der Kirchturm mit Kleeblattbogenfriesen und einem Satteldach.
An der Nordseite befindet sich die Sakristei mit einem Pultdach.

Die Altäre sowie das Chorgestühl sind neugotisch, um etwa 1880.
In der Mittelnische des Hochaltars befindet sich eine Figurengruppe der Hinrichtung des hl. Jakobus, flankiert von den Skulpturen der hll. Franz Xaver und Ulrich.
Beiderseits des Hochaltars hängen Gemälde wohl aus einer Augsburger Werkstatt: rechts Sebastiansmarter um 1670, links eine ikonographisch bemerkenswerte Darstellung der Immaculata mit ihren Eltern, 1676 gestiftet.
Links im Chor steht auf einer Konsole eine Pieta aus dem Jahr 1720.
Das hängende Chorbogenkruzifix stammt wohl aus dem ersten Viertel des 16. Jh.
Die Figuren der Seitenaltäre zeigen links den hl. Josef mit den hll. Wendelin und Leonhard, oben der hl. Sebastian; rechts die Muttergottes mit den hll. Notburga und Barbara, oben die hl. Anna.
Die aus der zweiten Hälfte des 18. Jh. stammende Kanzel aus marmoriertem Holz und vergoldetem Dekor wurde ursprünglich für eine andere Kirche errichtet. Der polygonale, durch Pilaster gegliederte Korb ist mit Figuren des Guten Hirten und der vier Evangelisten besetzt; der Schalldeckel ist mit einer Figur des Erzengels Michael bekrönt.
Die Decken- und Wandfresken malte 1784 Joseph Baader aus Babenhausen im Auftrag des Grafen Fugger:
an den Chorwänden vier hochovale Medaillons mit Evangelisten, in der nordwestlichen Ecke Grisaille der Taufe Christi;
im Langhaus: "Enthauptung des hl. Jakobus Maior", das große Fresko wurde 1881 überstrichen und 1922 wieder freigelegt;
im unteren Teil an der Scheinbrüstung Brustbilder der Kirchenväter; an den Wänden Apostel in Medaillons.