Wappen Unterallgäu St. Martin Schlingen

 

 

 DEBYUAL3900  St. Martin Schlingen

 

 POI-Art: Sehenswürdigkeit, Kirche
 Besonderheit: Fresken von Franz Anton Zeiler
 Baustil: Spätbarock/Rokoko
 Baujahr: 1767–68
 Adresse: 87665 Schlingen, Frankenhofener Str. 2
 Geo: 47.969619, 10.621998
 Lage:

Karte

 Parken: Keltenstr.
 Bewertung: 2**  (von 5*****)
 Links:

www.pg-badwoerishofen.de/pfarreien/st-martin/kirchen-und-kapellen

de.wikipedia.org/wiki/St._Martin_(Schlingen)

 

Der Turmunterbau der heutigen Kirche St. Martin in Schlingen wurde bereits in der Zeit um 1400 errichtet, der Kern des Langhauses und des Chors wohl gleichzeitig. Um 1690 ist das Langhaus nach Westen verlängert worden und es erfolgte einer Erhöhung des Turms um zwei achteckige Geschosse durch den Baumeister Thomas Natter. Die Weihe des Kirchenbaus wurde 1697 durchgeführt.
Eine Innenrestaurierung fand 1977 statt.

 

 

St. Martin ist eine einschiffiger, pilastergegliederter Saalbau mit flacher Stichkappentonne und einem eingezogenen, dreiseitig geschlossenen Chor.
Außen unter der Traufe des Langhauses verläuft ein kräftiger Rundbogenfries.
Im nördlichen Chorwinkel steht der quadratische Turm mit Kleeblattbogenfriesen; über dem reich gegliederten Oktogon wurde 1804 ein erneuerter, geschweifter Spitzhelm aufgesetzt.

 

 

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Der Hochaltar aus dem Jahr 1766 stammt von Felix Fröhlich; auf seitlichen Konsolen stehen Figuren des Johannes d.T. und des hl. Sebastian, um 1720/30; im Auszug eine Figur Gottvaters.
Die Mensen der Seitenaltäre von 1763 sind ebenfalls von Felix Fröhlich, die Aufbauten um 1721/22; die Altargemälde malte 1763 Franz Anton Zeiler: links Muttergottes mit dem hl. Antonius von Padua, rechts hl. Joseph; im linken Auszug befindet sich eine Figur der hl. Anna Selbdritt aus Holz, gefasst, aus dem letzten Viertel des 15. Jh.
Links in Chor hängt ein Gemälde der Mantelspende des hl. Martin.
Die Kanzel ist ebenfalls ein Werk von Felix Fröhlich aus dem Jahr 1769; auf dem Schalldeckel steht eine Figur des Erzengels Michael sowie Putten als Allegorien der vier Erdteile.
Den Kreuzweg malte 1754 Franz Xaver Bernhardt, er befand sich ehemals in der Kirche von Rieden bei Kaufbeuren.

Die Rokokostukkaturen schuf 1761 der Wessobrunner Johann Michael Steinhauser.
Die Deckenfresken malte 1763 Franz Anton Zeiler: im Chor: "hl. Martin als Fürbitter";
im Langhaus: "Wahrheitsbeweis des heiligen Martin und Ecclesia", gottliche Tugenden, König David, in den Zwickeln Szenen aus dem Alten und Neuen Testament.