St. Michael Dirlewang
St. Michael Dirlewang
| POI-Art: | Sehenswürdigkeit, Kirche |
| Besonderheit: | Fresken von Johann Baptist Enderle |
| Baustil: | Barock |
| Baujahr: | 1700/1780 |
| Adresse: | 87742 Dirlewang, Mühlbachstr. 12a |
| Geo: | 48.001732, 10.500172 |
| Lage: | |
| Parken: | Kirchangerweg |
| Bewertung: | 1* (von 5*****) |
| Links: | de.wikipedia.org/wiki/St._Michael_(Dirlewang) |
Die Kirche St. Michael in Dirlewang ist ursprünglich ein Backsteinbau aus der zweiten Hälfte des 15. Jh.
Sie steht eindruckvoll auf einer Bergzunge über dem Mindeltal, inmitten eines ehem. befestigten Friedhofs.
Wohl 1569 und 1696 wurde das Gottesthaus renoviert und innen um 1780 umgestaltet.
Eine Innenrestaurierung wurde 1981/82 durchgeführt.
St. Michael hat ein einschiffiges, spiegelgewölbtes Langhaus mit nach Westen hin leicht ansteigenden Boden und unregelmäßig verteilten Rundbogenfenstern zwischen Flachpilastern; die beiden Westemporen wurden 1952 erneuert.
Der Chor ist eingezogen und dreiseitig geschlossen mit einer Stichkappentonne; beiderseits der Scheitelachse sind die gotischen Runddienste erhalten geblieben.
Außen, an der Langhaustraufe im Norden und Süden befindet sich ein Kleeblattbogenfries; südlich ein gotisches, sternrippengewölbtes Vorzeichen mit Spitzbogenarkaden und asymetrischem Satteldach.
Im nördlichen Chorwinkel steht der Satteldachturm mit Friesen in Form von sich überschneidenden Rundbogen, südlich die Sakristei.
Das Kruzifix außen am Chorscheitel, um 1520, wird Jakob Maurus zugeschrieben.
An der Nordwestecke des die Kirche umgebenden Friedhofs steht ein zylindrischer, innen offener Schalenturm mit Scharten, wohl des 15./16. Jh., der Rest der ehem. Kirchenbefestigung.

Die Altäre stammen aus der Zeit um 1700; das Hochaltargemälde zeigt die Kreuzigung von Johann Kaspar aus dem Jahr 1857.
Links an der (nördlichen) Chorwand hängt eine lebensgroße Muttergottes mit vier Engeln aus der ersten Hälfte des 17. Jh.
Die Kanzel ist von Ende des 17. Jh.; auf dem 1904 erneuerten Schalldeckel steht eine Augustinusfigur um 1700; gegenüber hängt im Langhaus ein Kruzifix des frühen 16. Jh.
Die spärlichen Stukkaturen der Decken, wohl von 1780, sind auf Rahmen und Gesimse beschränkt.
Die gleichzeitigen Fresken malte Johann Baptist Enderle; im Chor: "Ratschluss der Erlösung", in den Zwickeln Szenen aus dem Neuen Testament;
im Langhaus: "Engelsturz durch den hl. Michael", seitlich Tugendalegorien, in der Voute Kirchenväter;
an der unteren Emporebrüstung: links: "Hl. Familie in der Werkstatt Josephs" und rechts: "Maria mit ihren Eltern".