St. Nikolaus Wiedergeltingen
St. Nikolaus Wiedergeltingen
| POI-Art: | Sehenswürdigkeit, Kirche |
| Besonderheit: | Fresken von Johann Joseph Anton Huber |
| Baustil: | Barock |
| Baujahr: | um 1700/1787 |
| Adresse: | 86879 Wiedergeltingen, Kirchenstr. 6 |
| Geo: | 48.039919, 10.671450 |
| Lage: | |
| Parken: | P Mindelheimer Str. |
| Bewertung: | 2** (von 5*****) |
| Links: | de.wikipedia.org/wiki/St._Nikolaus_(Wiedergeltingen) |
Der älteste Bestandteil der Kirche St. Nikolaus in Wiedergeltingen ist der Kirchturm aus dem 14. Jh.
Der Chor stammt aus dem späten 15. Jh. oder frühen 16. Jh.
Das Langhaus wurde um das Jahr 1700 unter Verwendung von Teilen des 14./15. Jh. neu errichtet.
1921 wurde die Kirche, nach Plänen von Michael Kurz, nach Westen verlängert; dabei wurde die alte Westwand durchbrochen und auf Pfeiler reduziert und an die neue Westwand ein breites Vorzeichen angebaut.
St. Nikolaus ist ein flachgedeckter Saalbau mit einer urspr. Doppelempore des 19. Jh. im Westen (2015 wurde die obere Empore entfernt).
Die Seitenwände des Langhauses sind durch korbbogige Blendarkaden gegliedert.
Eingezogener, pilastergegliederter Chor mit einer Stichkappentonne und dreiseitigem Schluss.
An der Außenseite des Chores befinden sich Strebepfeiler und ein Fries aus flachen, 1970 begradigten Kielbogen über zu Kreuzesform vergrößerten Lilienkonsolen.
An der Nordseite steht der Kirchturm mit Bogenfriesen und Deutschem Band, einem Satteldach aus farbigen Mosaikziegeln und Zwerchgiebeln.

Hochaltar um 1671 mit dem Altargemälde der Kreuzigung von Johann Kaspar von 1872 und Seitenfiguren der hll. Norbert und Nikolaus (das Altargemälde ist versenkbar, in der Osterzeit wird das Bild des Auferstandenen auf dem Hl. Grab sichtbar); am neubarocken Tabernakel von 1928 befinden sich Statuetten der Evangelisten um 1720. Oberhalb des Gemäldes ist in Gold und Blau das Wappen des Steingadischen Abtes Magnus Pracht angebracht, der hier Pfarrer war.
Johann Kaspar malte ebenfalls die Gemälde der Seitenaltäre: links Muttergottes, rechts der hl. Nikolaus.
Die Kanzel stammt aus der Zeit um 1720/30; am Korb Büsten Mariä und der hll. Augustinus und Norbert, auf dem von Engeln getragenen Schalldeckel Putten mit den Attributen der göttlichen Tugenden bzw. mit Krone; der Posaunenengel ist neugotisch.
Die Pieta an der Westwand ist von Anfang des 15. Jh.
Der sparsame Stuck im Chor ist aus der Zeit um 1710/20, vll. von Michael Stiller, wohl 1787 mit der Stuckierung des Langhauses stark vereinfacht.
Die Deckenfresken malte 1787 der Direktor der Augsburger Kunstakademie Johann Joseph Anton Huber:
im Chor: Putten mit den Attributen der göttlichen Tugenden; im Langhaus: "Glorie des hl. Nikolaus".