Wappen Unterallgäu St. Stephan Haselbach

 

 

   St. Stephan Haselbach

 

 POI-Art: Sehenswürdigkeit, Kirche
 Besonderheit: Fresken von Johann Joseph Anton Huber
 Baustil: Klassizismus
 Baujahr: 1794
 Adresse: 87745 Haselbach, Pfarrstr. 8
 Geo: 48.200983, 10.508691
 Lage:

Karte

 Parken: Bachstr.
 Bewertung: 2**  (von 5*****)
 Links: de.wikipedia.org/wiki/St._Stephan_(Haselbach)

 

 

Die Kirche St. Stephan in Haselbach ist eine einheitlich spätgotische Anlage aus der Zeit um 1460/70.
1698 wurde der Chor umgestaltet, 1699 das Langhaus.
1757 ist durch Johann Kaspar Radmiller der Turm erhöht worden.
1794 fand ein klassizistischer Umbau durch den Maurermeister Anton Meßnang statt.
Eine Restaurierung wurde1977-79 durchgeführt.

 

 

St. Stephan besteht aus einem flachgedeckten, einschiffigen Langhaus und einem eingezogenen, dreiseitig geschlossenen Chor unter einem Stichkappengewölbe auf kräftig profilierten Gesimskonsolen von etwa 1700.
An der Nordseite des Chors steht der stattliche Turm mit quadratischen Untergeschossen mit spätgotischen Rundbogenfriesen, einem Zwischengeschoss mit aufgeblendeten, geschwungenen Ziergiebeln, darüber einem Achteckaufsatz mit Glockenförmigen Fenstern und der Uhr zwischen Pilasterpaaren und als Bekrönung eine prächtige, durch mehrere Wulste aufgelockerte Schweifhaube.
Die Architekturmalereien außen wurden nach Resten von 1757 erneuert.

 

DEBYUAL1410

Der Hochaltar von 1711 wurde von Johann Bergmüller errichtet und 1818 von dem Unterthingauer Schreiner Rupert Bader klassizistisch verändert; das Abendmahlsbild (versenkbar) malte 1794 Johann Joseph Anton Huber; im Auszug hl. Stephanus, um 1818, wohl von Konrad Huber; über den seitlichen Duchgängen stehen Figuren der hll. Leonhard und Sebastian.
Die Seitenaltäre von 1822 sind ebenfalls von Rupert Baader; hinter den versenkbaren Gemälden der Kreuzabnahme (links) und Kreuzigung (rechts), beide 1821 von Pankraz Kober, stehen kleine Figurengruppen um 1822 von dem Mindelheimer Krippenschnitzer Anton Schuster: links Mariä Verkündigung, rechts Christi Geburt.
Kanzel und Gestühl sind ebenso von Bader, um 1820.
Im Langhaus befindet sich eine Kopie des Gnadenbildes der Jungfrau von Candelaria in Chile.

Der Stuck des frühen 18. Jh. ist nur hinter dem Hochaltar erhalten: ein Putto mit Früchtekranz zwischen Akanthus.
Die Deckenfresken malte 1794 Johann Joseph Anton Huber: im Chor: Engel mit Monstranz und den Symbolen der göttlichen Tugenden, seitlich Kirchenväter;
im Langhaus: "Steinigung des hl. Stephanus" (verkleinerte Replik des Langhausfreskos der Pfarrkiche in Pfaffenhausen), an den Wänden Apostelköpfe, unter ihnen auch Jesus, Maria und Paulus.
Alle anderen Bilder sind modern, um 1950.
An der rechten Langhauswand hängt das Gemälde "Sieben Heilige zu Füßen des Gotteslamms", von dem Münchener Maler Franz Kirzinger, aus dem dritten Viertel des 18. Jh.
Die Kreuzwegstationen, mit Ausnahme von zwei Bildern zu Zweiergruppen zusammengefasst, aus dem ersten Viertel des 19. Jh. werden Joseph Kober zugeschrieben.