Unteres Tor Mindelheim
Unteres Tor Mindelheim
| POI-Art: | Sehenswürdigkeit, Stadttor |
| Besonderheit: | |
| Baustil: | Spätgotik |
| Baujahr: | vor 1500 |
| Adresse: | 88719 Mindelheim, Maximilianstr. 64 |
| Geo: | 48.045817, 10.485266 |
| Lage: | |
| Parken: | P Georgenstr. |
| Bewertung: | 1* (von 5*****) |
| Links: | de.wikipedia.org/wiki/Unteres_Tor_(Mindelheim) |
Das Untere Tor in Mindelheim wurde im Jahr 1263 erstmals erwähnt.
Es besaß im 13. und 14. Jh. den Beinamen Schnäbelinstor, nachdem der Mindelheimer Bürger Ulrich Schnäbelin das nördlich angrenzende Grundstück an die Augustiner verkaufte, die darauf ihr Kloster errichteten. Vom 15. bis zum 17. Jh. erhielt es auch den Beinamen Klostertor; die Namen Brudertor und Bläserturm sind ebenfalls in alten Schriften vermerkt.
Der heutige Torbau stammt aus der zweiten Hälfte des 14. Jh.
Der Vorbau an der Außenseite wurde 1877 abgebrochen; der Durchbruch für Fußgänger ist erst in neuerer Zeit geschaffen worden.

Das Untere Tor bildet den westlichen Zugang zur Altstadt und begrenzt diese.
Nördlich grenzt die turmlose, ehemalige Jesuitenkirche (Augustinerkirche) Mariä Verkündigung.
Es ist ein 40 m hoher, siebengeschossiger, quadratischer Torturm mit tonnengewölbter Durchfahrt und schmalen viereckigen Schlitzöffnungen.
Er wird bekrönt von einem flachem Zeltdach mit Laterne.
Östlich in einer Rundbogennische steht eine lebensgroße Muttergottesfigur aus der zweiten Hälfte des 15. Jh., seitlich befinden sich Wandbilder der hll. Josef und Joachim (1957 von dem Mindelheimer Maler Max Beringer gemalt).
An der Feldseite (westlich) sind im zweiten Obergeschoss in einer Segmentbogennische noch Reste der früheren Bemalung erhalten geblieben.
Das oberste Turmgeschoss diente früher als Wohnung für den Stadt- und Feuerwächter.